Endlich ist das neue Jahr da! Das alte war zwar ein super Jahr, ein glückliches Jahr und ein ereignisreiches Jahr, aber ich freue mich auch so sehr auf das neue! Auf all die tollen Sachen, die ich noch in Australien sehen und erleben werde, die Leute, die ich kennen lerne und nicht zuletzt auch auf die Heimat, die ich bald sehen werde.
Nach der spaßigen, aber harten Silvesternacht geht es erstmal so lala weiter. Das Wetter ist – wie die meisten der letzten Tage – wechselhaft in Sydney und nicht zuletzt deshalb wollen Frank und ich hier auch wieder weg. Unser spartanischer Lebensstil war ja zu Beginn noch lustig und auch ein paar Tage auszuhalten, aber nun wollen wir die „alt bekannte“ Stadt, in der wir auch nicht mehr so recht wissen, was wir mit unserer Zeit anfangen sollen, verlassen. Blöderweise müssen wir noch auf Daniel warten, der unsere Reisegruppe erweiter soll. Am 2.1. muss er noch arbeiten und deshalb können wir noch nicht weg.
Neujahr ist aber eh nichts mit Sachen packen und aufbrechen. Bis zur Mittagszeit schlafen wir nämlich und sitzen anschließend erstmal – immer noch kaputt von letzter Nacht – in unseren tollen Campingstühlen, bis Selina uns um 3 Uhr besucht und zum Aufstehen animiert. Wir entscheiden uns in den Botanischen Garten zu gehen, der gar nicht so weit von uns entfernt ist. Hier waren Frank und ich zwar schon mal, aber erstens kann man es sich hier trotzdem wunderbar gemütlich machen und zweitens stellen wir fest, dass es immer neue Wege zwischen den unterschiedlichsten Pflanzen zu entdecken gibt.
Unter einem großen Baum machen wir es uns schließlich bequem, verstecken uns vor dem sporadischen Regen, spielen Karten und erholen uns weiter. Unweit von uns entfernt hören wir Musik aus dicken Boxen rauschen, aber in Partystimmung sind wir gerade nicht mehr. Stattdessen gehen wir in die Innenstadt und essen lecker bei Subway.
Abends überlegen wir uns dann allerdings noch Kings Cross zu verlassen und an einem der vielen Strände Sydneys zu parken, um ein wenig schönere Umgebung und eine Luftveränderung zu haben. Schon am nächsten Morgen werden wir allerdings von der Polizei geweckt. Die ganze kleine Seitenstraße am Bronte Beach steht voll mit Backpackern, was den Anwohnern offenbar ein wenig auf die Nerven geht und darum müssen wir uns ein neues Plätzchen suchen. Zum Glück ist die Polizei hier sehr tolerant was Backpacker angeht und mit irgendwelchen Strafen oder ähnlichem müssen wir nicht rechnen.
Wir fahren einfach zum nächsten Strand, ich gehe kurz ins Meer, dusche und wir frühstücken. Ansonsten verläuft auch dieser Tag ereignislos. Für die Nacht haben wir uns schon einen neuen Platz zum Schlafen gesucht, aber erstmal fahren wir zu Daniel, wo wir mit ihm und seinem Zimmerkollegen eine Dvd schauen. Wolves Creek nennt er sich und handelt von ein paar Backpackern, die mitten in Australien von einem Einheimischen entführt und gejagt werden. Sehr beruhigend!
Daniel hat schon durchblicken lassen, dass er gerne noch ein paar Tage länger in Sydney bleiben will, weil er nochmal mit allen zum Abschied feiern will, aber Frank und ich sind uns einig, dass uns hier nichts mehr auch nur einen weiteren Tag hält! Also einigen wir uns darauf, dass Frank und ich uns einen Campingplatz außerhalb suchen und wir Daniel 3 Tage später abholen.
Am nächsten Tag brechen wir also auf und fahren Richtung Norden. In unserem Campingführer haben wir einem Platz in einem Nationalpark gefunden, der uns gefallen könnte, aber schnell stellen wir fest, dass der Weg länger und komplizierter ist, als erwartet. Im Park gibt es dann noch nicht mal eine Rezeption und irgendwie durchblicken wir das ganze System nicht so richtig. Ist auch egal! Jetzt ist Newcastle ja nicht mehr weit und dann suchen wir uns da halt für ein paar Tage ein Hostel. Die Stadt soll sehr schön sein und es wird sich hier wohl aushalten lassen. Nun aber der nächste Rückschlag: Alle Hostels sind ausgebucht und wir müssen uns was neues einfallen lassen. Zu allem Überfluss spring unser Auto nicht mehr an, weil es zu heiß geworden sind. Das haben wir wohl davon, dass wir so in den Tag hinein leben und nichts vorher planen.
Aber als Meister der Spontanität zaubern wir unsere Einkäufe und den Kocher aus dem Auto, gehen zum Strand und kochen den leckeren Chilieintopf von Franks Mama. Mit Blick auf’s Meer, bei bewölktem Wetter und starkem Wind machen wir das beste aus der Situation. Irgendwo im Auto haben wir sogar noch zwei Flaschen warmes Bier gefunden, die unser Mahl perfekt machen.
Nach dem Essen ist unser Auto dann auch wieder fahrtüchtig. Das ist auch gut so, denn der Abend rückt immer näher. Im Campingführer finden wir einen kostenlosen Rastplatz, den wir für die Nacht anfahren wollen. Als wir dort ankommen ist es schon dunkel und wir haben keine Lust jetzt unser vollgepacktes Auto noch großartig umzuräumen und deshalb macht Frank es sich auf der Rückbank bequem, während ich versucht auf dem Beifahrersitz zu schlafen. So schlecht habe ich hier noch nicht geschlafen, aber dafür fällt es am nächsten morgen leicht aus dem „Bett“ zu kommen.
Wir fahren wieder den Campingplatz an, den wir ursprünglich besuchen wollten. Nun verstehen wir das System und können unser Zelt aufbauen und wieder praktisch luxuriös im Auto schlafen. Der Platz ist zudem auch nicht schlecht! Er befindet sich inmitten eines großen Waldes unweit vom Strand entfernt. Hier lassen wir uns die Sonne zwei Tage auf die Bäuche scheinen, lesen, schwimmen und machen Urlaub – genau wie die ganzen Australier mit ihren Kindern um uns herum. Zwar gefällt uns diese Art zu reisen uns zu leben, aber wir stellen auch fest, dass wir so einfach keine anderen Backpacker mehr treffen, was die ganze Sache weniger Abwechslungsreich macht.
Am Mittwoch holen wir Daniel ab. Nun beginnt die Reise zu drittt! Naja, eigentlich erst nachdem wir noch den Papierkram mit der Versicherung und anderes erledigt haben. Ständig haben wir im Kopf, dass die Schranke zum Campingplatz um 9 Uhr schließt und wir ungefähr 2 Stunden Fahrt einrechnen müssen. 2 Stunden Fahrt kommen einem in Australien im Übrigen wie ein Katzensprung vor. Ich weiß nicht warum, aber man gewöhnt sich einfach unheimlich schnell an die Entfernungen. Vielleicht liegt es auch daran, dass man in Deutschland in 6 bis 7 Stunden von Norden nach Süden fahren kann, während man hier in dieser Zeit nicht mal das Bundesland „New South Wales“ durchqueren kann, welches das flächenmäßig kleinste ist.
Trotzdem sind auch hier 2 Stunden 2 Stunden und der Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir uns nun beeilen müssen. Aus der Innenstadt fahren wir zu Daniels Unterkunft, packen sein restliches Zeug zusammen und fahren gegen halb 7 los. Einige Kilometer vor unserem Ziel nutzen wir die letzte Gelegenheit um noch günstig einzukaufen. Im Eiltempo laufen wir durch den Supermarkt und wieder raus. Als ich den Schlüssel im Zündschloss umdrehe, jagt das Auto uns einen Streck ein, indem es ein wenig muckt, weil es offenbar schon wieder zu warm ist. Nach zwei Sekunden springt es aber doch an und die Fahrt geht weiter.
Weiter stehen wir unter Zeitdruck und haben ein paar Probleme den Weg wieder zu finden. Um fünf vor neun passieren wie dann aber erleichtert die Schranke. Nun können wir kochen und den ersten gemeinsamen Abend „On the road“ mit ein paar Gläsern Wein begießen, den wir uns noch gekauft haben.
Schon am nächsten morgen fahren wir weiter. Unser Weg führt uns weiter die Küste hoch und in unserem Reiseführer finden wir einen Platz in Seals Rock, der sehr schön sein soll. Also wir dort ankommen gefällt dieser auf den ersten Blick, aber die große Tafel mit der Aufschrift „keine freien Stellplätze gefällt uns nicht. Daniel fragt trotzdem nach und wir haben Glück. Hier bleiben wir erstmal zwei Nächte.
Seals Rock befindet sich in einer kleinen Bucht und ist bekannt für seine Felsen im Meer, an dem schon das ein oder andere Schiff zerschellt ist. Der Strand und das Wasser sind super schön und alles wird im Halbkreis von einen grünen Waldlandschaft umgeben. Da wir früh losgefahren sind, haben wir auch direkt Zeit das voll auszunutzen und so verbringen wir einen weiter faulen Strandtag, den wir mit einer Runde Skat nach dem Essen abschließen.
Am nächsten Tag wollen wir den Leuchtturm besichtigen, der die Schiffe dann doch vor den gefährlichen Felsen warnen soll. Der Weg dorthin ist schon ein wenig weit und teilweise ziemlich steil, doch als wir beim Leuchtturm ankommen, wissen wir, dass es die Mühe wert war. Von hier hat man eine super Sicht auf den ganzen Ozean und die Küste. Auch der kleine Turm ist sehr ansehnlich.

360 Grad Sicht auf's Meer und die Wälder
Auf dem Rückweg finden wir noch eine kleine Schlucht, die wir erkunden und Zeit verbringen.

Als wir schließlich wieder am Zelt ankommen, ist es schon halb 8 Uhr, was uns aber nicht davon abhält wenigstens einmal am heutigen Tag ins Meer zu gehen. Auch das Wetter spricht nicht dagegen, denn sogar um diese Uhrzeit kann man hier noch problemlos baden. Erst spielen wir am Strand Frisbee, bevor wir uns im Wasser einen kleinen, springenden Ball zuwerfen.
Beim Wiederholen des Balls bemerke ich irgendwann einen großen, dunklen Stein im Flachen Wasser. Als dieser sich jedoch bewegt stelle ich fest, dass es ein riesiger Rochen ist, den ich gesehen habe. Mit einer Spannweite von über einem Meter gleitet er 3 Meter vor meinen Füßen durchs Wasser.. Frank und Daniel glauben mir gar nicht, was ich erzähle, bis sie ihn selbst sehen. Zwar hatten wir in Sydneys Aquarium schon welche gesehen, aber nicht in der Größe und außerdem ist es etwas total anderes, wenn man ein solches Tier in der Natur zu Gesicht bekommt. Ball spielen wollen wir jetzt aber nicht mehr, weil wir uns nicht sicher sind, wie gefährlich das sein könnte.
Wieder kochen wir an der BBQ-Stelle auf dem Platz. Wir haben unsere Sachen noch nicht ganz ausgepackt, da werden uns schon die Reste vom Nachbartisch angeboten. Naja, Reste ist jetzt vielleicht ein wenig abwertend, denn die Würstchen und der Salat, die wir bekommen, sind echt lecker und wieder einmal sind wir begeistert von der Herzlichkeit der Australier!
Für den nächsten Tag planen wir den Sonnenaufgang anzuschauen. Hierfür wird uns wieder der Leuchtturm empfohlen und wir erfahren, dass die Sonne um 5.54 Uhr aufgehen soll. Das wird ein Spaß!
Als Franks Wecker am nächsten Morgen um 4.45 Uhr klingelt wissen wir noch nicht, dass uns ein besonders ereignisreicher Tag erwartet.
Sofort stehe ich auf, weil ich sonst gar nicht aus dem Bett gekommen wäre. Außerdem brauche ich morgens immer ein bisschen länger als mach anderer, denn ohne Frühstück kann man mich total vergessen, wie Frank schon festgestellt hat. Als ich mir um 5.25 Uhr die Zähne putze kommt Frank ins Bad gestürmt: „Es wird schon hell, wir müssen uns beeilen“. Sofort steigen wir ins Auto uns fahren so nah an den Leuchtturm heran, wie wir können. Ein ganzes Stück müssen wir allerdings noch laufen und zwar steil bergauf in Flip Flops!
Vollkommen außer Atem und im Bewusstsein, dass wir mal wieder Sport treiben sollten, kommen wir oben an, als es schon hell ist. Die Sonne ist aber noch nicht zu sehen.

Wir setzen uns auf eine Mauer und warten geduldig. Als die Sonne dann endlich aus dem Südpazifik auftaucht erleben wir mal wieder ein schönes Schauspiel. Sie taucht das ganze Meer und die paar Wolken, die am Horizont zu sehen sind, in ein schönes Licht und wir können froh sein uns überwunden zu haben so früh aufzustehen und uns ein wenig dafür zu bewegen.


Ein weiteren Vorteil hat das frühe Aufstehen: Schnell sind wir mit dem Packen fertig und können weiter fahren. Das erste Ziel sind ein paar Strände in der Nähe. Sofort gehen wir ins Meer und kühlen uns ein wenig ab. Ja, um 10 Uhr morgens ist das schon nötig!

Anschließend suchen wir in unseren Reiseführer nach dem nächsten Ziel, während wir uns von der Sonne trocknen lassen.
Unsere Wahl fällt auf Forster. Im Supermarkt auf dem Weg kaufen wir uns 1,8kg Hähnchenkeulen und Flügel, die wir mitten in der Stadt auf einen der öffentlichen Grills schmeißen. Zusammen mit den 4 Knoblauchbroten machen sie echt satt und wir brauchen ein paar Minuten, bis wir uns wieder bewegen können. Sofort geht’s wieder ins Wasser. Zwischen unzähligen Pelikanen und Möven spielen wir im flachen Wasser Frisbee und springen von einem Anlegesteg ins kühne Nass. Den Vorwärtssalto muss ich noch üben, denn Frank und Daniel sind von meinem lausigen Versuch sichtlich amüsiert. Naja, was soll’s!?
Um halb 6 steigen wir wieder ins Auto und fahren weiter. In der Nähe gibt es einen Nationalpark in dem man den Ellenborogh Wasserfall – den größten von NSW – besichtigen kann. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und machen uns auf den Weg zu einem Rastplatz mitten im Park. Auf dem halben Weg kommen wir vor eine Weggabelung, die uns vor eine schwierige Wahl stellt: Entweder wir umfahren das Waldgebiet und nähern uns unserem Ziel von der anderen Seite oder wir nehmen den Weg durch den Park mit vermutlich schönerer Sicht und schlechteren Straßen.
Während wir am Straßenrand stehen und überlegen hält ein Australier, der fragt, ob er helfen kann. Er empfiehlt uns den Nationalpark zu umfahren, da dies deutlich schnell ist. Trotzdem können wir uns noch nicht entscheiden und deshalb werfen wir einfach eine Münze. Sie möchte den schwierigen Weg nehmen also fahren wir los.
Die unbefestigte Straße führt uns wirklich an schönen Wäldern und grünen Wiesen vorbei und wir sind zufrieden mit der Entscheidung der 5 Cent Münze.

Und dann wird’s auch noch schön abenteuerlich: Am Straßenrand steht ein Schild mit der Aufschrift „Brücke geschlossen von — bis —“. Daniel, der am Steuer sitzt, fragt was das nun zu bedeuten hat, aber Frank und ich beruhigen ihn und sagen, dass das sicher nichts zu bedeuten hat. Als wir die klapprige Holzbrücke sehen kommen allerdings wieder Zweifel auf. Frank ist sich sicher ein Schild gesehen zu haben, dass der Brücke Tragkraft von bis zu 12t zuschreibt und da wir eh nicht mehr bremsen können geht’s rüber. Wir hören das Holz unter uns knacken und splittern, sind aber schneller am sicheren Ende, als man gucken kann. Lachend fragen wir uns, ob das jetzt wirklich so unsicher war, wie es sich angehört hat.
Einige Zeit später kommen wir an einem Schild vorbei, auf dem ein Geländewagen abgebildet ist, der gerade eine ordentliche Steigung zu erklimmen versucht. Jetzt haben wir allerdings einen so weiten Weg zurückgelegt – und über die Brücke wollen wir sowieso nicht nochmal – , dass wir weiter fahren. Die Qualität der Straße nimmt blöderweise wirklich drastisch ab und führt nur noch bergauf. Das beansprucht unseren Kombi so sehr, dass wir irgendwann entscheiden eine Pause einzulegen, damit der Motor sich wieder ein bisschen abkühlen kann. Mitten im Wald holen wir unsere Skatkarten raus und spielen eine Stunde lang, bevor wir weiter fahren.

Eine weitere halbe Stunde müssen wir durch den inzwischen dunklen Wald, bis wir den Rastplatz erreichen. Zügig bauen wir alles auf und finden eine Feuerstelle von unseren Nachbarn, in der sich noch heiße Glut befindet. Frank, der Zeltlagerleiter, sucht uns Feuerholz und entzündet es wieder. Zu unseren Füßen brennt nun ein warmes Feuer und über unseren Köpfen leuchten die Sterne zwischen den Baumkronen.

Nach 20 ereignisreichen Stunden schlafe ich schließlich in meinem Zelt ein.
Nachdem wir am nächsten Tag ausgeschlafen haben fahren wir weiter zu unserem eigentlichen Ziel – dem Wasserfall. Der Weg bleibt ähnlich schlecht, wie schon am Vortag. Nach weiteren 32 Kilometern, für die wir fast 1 ½ Stunden brauchen, kommen wir an. Der Parkplatz ist voll mit Autos und Touristen. Die sind sicher nicht den gleichen Weg gefahren, wie wir!
Von den Aussichtsplattformen haben wir schon gute Sicht auf die fallenden Wassermassen, aber wir wollen sie noch von unten sehen. Eine Treppe führt zum Fuße des Wasserfalls, die wir nehmen wollen. Unten angekommen – in der Nähe des Wasserfalls – werden wir schon von der feinen Wasserwolke nass.

Wir finden einen Weg über die rutschigen Steine an zu Stelle weiter unten, wo wir kurz in das eiskalte Wasser springen können.
Später fahren wir einen Campingplatz am Diamond Head an. Heute machen wir aber nichts großes mehr, denn es ist schon spät.
Erst am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg die Umgebung zu erkunden. Hier gibt es mehrere Wanderwege, die ganz schön sein sollen. Wir entscheiden uns für einen, der 4,8km lang ist und etwa 2 Stunden dauern soll. Durch Umwege – teils beabsichtig, teils aufgrund unseres mangelnden Orientierungssinnes – erweitert sich der Weg um einige Kilometer und dauert über drei Stunden. Am liebsten wollen wir Koalas sehen, die es hier geben soll, uns laufen aber nur mehrere Riesenwarane über den Weg.

Daniel wird ganz schnell als eine davon sich zügig auf ihn zu bewegt. Der Rückweg verläuft über die hohen Klippen an der Küste. Auf einer Bank mit Sicht auf das Meer machen wir eine kurze Pause. Gerade als Daniel laut von Walen träumt, springe ich auf: „Da sind welche!“. Beim zweiten Hinsehen stellen wir fest, dass es keine Wale sind, sondern fünf Delphine, nach Norden schwimmen. Das nenne ich Glück!
Noch am gleichen Tag fahren wir nach Port Maquarie. Wir gehen ins Internet, laufen ein wenig durch die Stadt und an den bemalten Steinen entlang, die die Hafenmauer bilden und enden schließlich in einem Cafe/Biergarten, denn hier habe ich ein paar Leute mit Weizen gesehen. Ahh, das erste Weizen seit über drei Monaten schmeckt so gut!

Das sollte es aber auch für 10$.